{"id":426,"date":"2025-04-27T11:34:50","date_gmt":"2025-04-27T11:34:50","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/?page_id=426"},"modified":"2025-08-29T03:32:08","modified_gmt":"2025-08-29T03:32:08","slug":"betriebspolitisches-programm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/?page_id=426","title":{"rendered":"Unsere aktuellen Ziele im Betrieb"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein betriebspolitisches Gewerkschaftsprogramm, Stand Juli 2025<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IGG-Betriebspolitisches-Programm_web.pdf\">Hier findet ihr die PDF-Version.<\/a><\/p>\n<h2 dir=\"auto\">Vorwort zum betriebspolitischen Programm der Initiative Gr\u00fcne Gewerke<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Bei diesem Programm handelt es sich um die gemeinsamen betrieblichen Ziele der bisherigen Mitglieder der IGG-FAU. Diese wurden ausgiebig diskutiert, sind Ergebnis unser betrieblichen Erfahrungen auf Betrieben unterschiedlicher Branchen und Regionen, sowohl in Chef:innen- als auch in Kollektivbetrieben. Uns ist dabei bewusst, dass wir immer noch eine kleine Gewerkschaftsinitiative sind und uns viele Sichtweisen und Erfahrungen anderer Kolleg:innen fehlen. Wir sind deshalb offen f\u00fcr Kritik, Anmerkungen und Anregungen durch Kolleg:innen au\u00dferhalb der IGG und nat\u00fcrlich von Neumitgliedern. Dieses Programm ist nicht in Stein gemei\u00dfelt, sondern eine erste Richtschnur, die wir kontinuierlich weiter entwickeln wollen.<\/p>\n<h2 dir=\"auto\">Unsere Betriebsziele im \u00dcberblick:<\/h2>\n<p>1. Entlohnung: L\u00f6hne hoch, Gleichberechtigung, Transparenz<br \/>\n2. Arbeitszeit: Recht auf Teilzeit f\u00fcr alle, mehr Urlaub<br \/>\n3. Arbeitsschutz: Weiterbildung, Zeit, Durchsetzungsmacht<br \/>\n4. Unbezahlte Arbeit: Keine Ausbeutung durch Praktika und Freiwilligendienste<br \/>\n5. Rahmen der Arbeitsverh\u00e4ltnisse: Entfristung, keine Vertragsstrafen, Streikrechte<br \/>\n6. Ausbildung: Gegen Fachkr\u00e4ftemangel hilft zeitgem\u00e4\u00dfe Lehre und Entprekarisierung<br \/>\n7. Gegen Sexismus und Diskriminierung<br \/>\n8. Mitspracherechte von Belegschaften: Demokratisierung in allen Bereichen<br \/>\n9. Anerkennung von Gewerkschaften<br \/>\n10. Zusatz: Ein paar Worte zur Finanzierbarkeit<\/p>\n<h2 dir=\"auto\">1. Entlohnung: L\u00f6hne hoch, Gleichberechtigung, Transparenz<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Als IGG k\u00e4mpfen wir f\u00fcr eine deutliche Erh\u00f6hung der Lohnniveaus in all unseren Branchenbereichen. Der gr\u00f6\u00dfte Handlungsbedarf besteht hier eindeutig in den verschiedenen Sektoren der Landwirtschaft.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>1.1 Kampf jedweder Mindestlohnunterschreitung<\/li>\n<li>1.2 Keine L\u00f6hne unter 15\u20ac\/h brutto, auch nicht f\u00fcr Minderj\u00e4hrige<\/li>\n<li>1.3 Gleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit. F\u00fcr die Gleichbezahlung unabh\u00e4ngig von Geschlecht und Staatsb\u00fcrger:innenschaft. Mehrzahlung bei besonderen sozialen Belastungen sind nat\u00fcrlich m\u00f6glich.<\/li>\n<li>1.4 Keine Lohndr\u00fcckung durch \u00fcberzogene Kosten f\u00fcr Verpflegung und Unterkunft.<\/li>\n<li>1.5 Lohntransparenz in den Betrieben<\/li>\n<\/ul>\n<p dir=\"auto\">Unser Anspruch als IGG ist dabei eine intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen Lohnmodellen um mittelfristig organisierten Belegschaften, Kollektivbetrieben und aufgeschlossenen Verb\u00e4nden beratend zur Seite stehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 dir=\"auto\">2. Arbeitszeit: Recht auf Teilzeit f\u00fcr alle! Mehr Urlaub!<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Arbeitszeit ist Lebenszeit und damit das gr\u00f6\u00dfte Gut, welches ein jeder Mensch besitzt. Als IGG fordern wir Selbstbestimmung \u00fcber die L\u00e4nge des Arbeitstages &#8211; bei entsprechend hohen L\u00f6hnen.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>2.1 Recht auf Teilzeit, maximal 30h\/Woche ab Betrieben mit 5 Besch\u00e4ftigten<\/li>\n<li>2.2 Recht auf Teilzeit auch f\u00fcr Freiwilligendienste und Auszubildende<\/li>\n<li>2.3 Versagung von Teilzeitantr\u00e4gen nur durch Abstimmung der Besch\u00e4ftigten mit qualifizierter Mehrheit<\/li>\n<li>2.4 30 Tage Urlaub\/ Jahr, ausgehend von einer 6-Tage-Woche<\/li>\n<\/ul>\n<h2 dir=\"auto\">3. Arbeitsschutz: Weiterbildung, Zeit, Durchsetzungsmacht<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Viele Arbeiten in unserer Branche, vor allem jene in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, geh\u00f6ren immer noch zu den gef\u00e4hrlichsten unserer Arbeitswelt. In der kurzen Geschichte unserer Branchenorganisation waren wir mit mehreren massiven bis t\u00f6dlichen Arbeitsunf\u00e4llen konfrontiert. Viele unserer Kolleg:innen k\u00f6nnen ihren Beruf nicht bis zur Rente aus\u00fcben.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>3.1 Einhaltung des gesetzlichen Arbeitsschutzes<\/li>\n<li>3.2. Etablierung einer Arbeitsschutz-Kultur: Ausreichend Zeit f\u00fcr Vorbereitung, Gew\u00e4hrleistung, Einweisung zum Arbeitsschutz<\/li>\n<li>3.3 Zwei Tage im Jahr (bei Vollzeitbesch\u00e4ftigung) sich bzgl Arbeitsschutz gewerkschaftlich weiterbilden lassen<\/li>\n<li>3.4 Gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung von k\u00f6rperlich belastender T\u00e4tigkeit unter der Belegschaft (mit Ber\u00fccksichtigung auf Kondition, k\u00f6rperliche Probleme)<\/li>\n<li>3.5 deutliche Ausweitung der Arbeitsverweigerungsrechte bei Nicht-Einhaltung des Arbeitsschutzes in Arbeits- und Tarifvertr\u00e4gen verankern<\/li>\n<\/ul>\n<h2 dir=\"auto\">4. Unbezahlte Arbeit: Keine Ausbeutung durch Praktika und Freiwilligendienste<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Vor allem in der Landwirtschaft aber auch Umweltberufen werden viele Stellen mittlerweile durch sogenanntes WWOOFing, Freiwilligendienste, Praktikant:innenstellen und andere Formen quasi unbezahlter Arbeit ersetzt.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>4.1 Betriebsabl\u00e4ufe d\u00fcrfen nicht von diesen Formen un- bzw. unterbezahlter Arbeit abh\u00e4ngen, keine verdeckten Mindestlohnunterschreitungen.<\/li>\n<li>4.2 Ein Praktikum ist ein Lern- und kein Arbeitsverh\u00e4ltnis, Standards f\u00fcr Praktika m\u00fcssen eingehalten werden.<\/li>\n<li>4.3 Wo faktisch eine abh\u00e4ngige Besch\u00e4ftigung besteht, Umwandlung in regul\u00e4res Arbeitsverh\u00e4ltnis.<\/li>\n<\/ul>\n<p dir=\"auto\">Wichtig ist uns dabei, nicht die, meist sehr jungen Kolleg:innen, zu verurteilen, die solche faktischen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse eingehen. Die Verantwortung, Arbeitsrechte nicht auf solche weise zu unterlaufen, liegt bei den Betrieben. Trotzdem fordern wir alle Kolleg:innen auf, sich in gewerkschaftlichen Strukturen zu reflektieren und abzustimmen, welche Konditionen angenommen werden und welche nicht.<\/p>\n<h2 dir=\"auto\">5. Rahmen der Arbeitsverh\u00e4ltnisse: Entfristung, keine Vertragsstrafen, Streikrechte<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Die Arbeitsvertr\u00e4ge in unseren Branchenbereichen enthalten oft viele illegale Klauseln, die die Kolleg:innen verunsichern und desinformieren. Wir wollen diesen Tricksereien konsequent entgegen treten und sie sanktionieren. Wir wollen au\u00dferdem das Bewusstsein der Kolleg:innen f\u00fcr den existierenden Fachkr\u00e4ftemangel und die damit einhergehenden Verhandlungsspielr\u00e4ume bei der Ausgestaltung von Arbeitsvertr\u00e4gen verbessern.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>5.1 Keine Aneinanderreihung befristeter Arbeitsvertr\u00e4ge (Kettenbefristung)<\/li>\n<li>5.2 Keine Probearbeitszeit \u00fcber 1 Monat<\/li>\n<li>5.2 \u00c4chtung folgender Arbeitsvertragsinhalte: Vertragsstrafen, pauschale Abgeltungen von \u00dcberstunden, Anspruchs-Ausschlussfristen<\/li>\n<li>5.3 Aufnahme folgender Punkte in den Arbeitsvertrag: Recht auf politischen Streik, Recht aus Solidarit\u00e4tsstreik, Recht auf Arbeitsverweigerung bei Arbeitsschutzverst\u00f6\u00dfen, Krankenscheinvorlegung erst ab dem 3. Krankheitstag, Anerkennung von IGG und IG BAU als Gewerkschaften und Gespr\u00e4chspartner:innen im Streitfall<\/li>\n<\/ul>\n<p dir=\"auto\">Daneben werden uns zuk\u00fcnftig auch die verschiedenen Konditionen von Mini- und Midijobs, sowie die besonderen Konditionen von Saisonkr\u00e4ften besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<h2 dir=\"auto\">6. Ausbildung: Gegen Fachkr\u00e4ftemangel hilft zeitgem\u00e4\u00dfe Lehre und Entprekarisierung!<\/h2>\n<p dir=\"auto\">In den meisten unserer Branchenbereiche wird keine Diskussion \u00fcber die Zukunft unserer Branchen gef\u00fchrt, ohne das von Seiten der Verb\u00e4nde und Chef:innen \u00fcber den Fachkr\u00e4ftemangel ge\u00e4chzt wird. F\u00fcr uns, als Organisation, die v.a. auch Auszubildende in ihren Reihen hat, ist der Weg aus dem Fachkr\u00e4ftemangel dabei so einfach wie klar: Aufwertung der Lehre &#8211; sowohl fachlich als auch monet\u00e4r und au\u00dferdem mit einem Recht auf Teilzeit!<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>6.1 Recht auf Teilzeit auch in der Ausbildung<\/li>\n<li>6.2 H\u00f6heres Ausbildungsgehalt: 74% vom gesetzlichen Mindestlohn im 1. Lehrjahr, Steigerung mit jedem Lehrjahr wie gesetzlich fest geschrieben (2. LJ +18%, 3. LJ +35%, 4. LJ +40%)<\/li>\n<li>6.3 Staatliche Ausbildung: keine weitere Zusammenlegung von Ausbildungsbereichen, Garantie auf gleiche Lernzeit bei Berufsschulbefreiung, Vermittlung aktueller \u00f6kologischer Erkenntnisse, Schwerpunkt auf \u00f6kologisch-nachhaltige Wirtschaftsformen, keine Einflussnahme industrieller Lobby-Organisationen<\/li>\n<li>6.4 Biodynamische Ausbildung: Vorpraktikum abschaffen, gleiche Lern-\/Seminarzeit wie Berufsschulzeit der staatlichen Ausbildung, Durchsetzung der 40h-Woche inklusive Lern-\/Seminarzeit<\/li>\n<li>6.5 Selbstorganisierte Ausbildung (solidarische Landwirtschaften): Entprekarisierung, entweder Ausbildungsverg\u00fctung, F\u00f6rderung der Ausbildung, Bereitstellung von Lernzeit oder Behandlung als regul\u00e4re Besch\u00e4ftigte<\/li>\n<li>6.6 In dem Ma\u00dfe, in dem Auszubildende als regul\u00e4re Besch\u00e4ftigte behandelt werden, m\u00fcssen ihre Arbeitsverh\u00e4ltnisse auch entsprechend der restlichen Forderungen angepasst werden.<\/li>\n<li>6.7. \u00dcberstunden sollen in Freizeit ausgeglichen oder mit Mindestlohn entlohnt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 dir=\"auto\">7. Gegen Sexismus und Diskriminierung<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Insbesondere in Landwirtschaft und Forst erleben wir immer noch viel Diskriminierung, insbesondere Rassismus und Sexismus.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>7.1 Gleichberechtigte Ausbildungsinhalte und Lernzeiten, Lernziele (z.B. im Umgang mit Maschinen)<\/li>\n<li>7.2 Arbeitsbereiche sollten nicht gegendert werden (alle sollten alles k\u00f6nnen, Aufgabenverteilung nach Neigung).<\/li>\n<li>7.3 Reproduktive Arbeit sollte gleich verteilt sein.<\/li>\n<li>7.4 Akzeptanz der Geschlechtsidentit\u00e4t der Arbeiter:innen<\/li>\n<li>7.5 Keine Schlechterbehandlung bspw. aufgrund von Geschlecht, Nationalit\u00e4t etc.<\/li>\n<li>7.6 Keine Angriffe auf den Schwangerschaftsschutz, bspw. durch Scheinselbstst\u00e4ndigkeit<\/li>\n<\/ul>\n<h2 dir=\"auto\">8. Mitspracherechte von Belegschaften: Demokratisierung in allen Bereichen<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Die Demokratisierung der Wirtschaft ist eines grundlegenden Anliegen anarchosyndikalistischer Gewerkschaftsarbeit. Der Grundgedanke kapitalistischer Ideologie ist eine betriebliche Souver\u00e4nit\u00e4t der Unternehmer:innen da sie die unternehmerischen Risiken tragen und Belegschaften am Wohlstand teilhaben lassen. Stellen wir diesen Grundgedanken zu Gunsten der Selbstbestimmung der Belegschaften und der Abw\u00e4gung gesellschaftlicher Interessen allgemein in Frage, so sehen wir insbesondere dann die Notwendigkeit zur Demokratisierung, wenn es Unternehmer:innen nicht gelingt, f\u00fcr ertr\u00e4gliche Arbeitsbedingungen zu sorgen.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>8.1 Volle Transparenz bzgl. der wirtschaftlichen Lage von Betrieben gegen\u00fcber der Belegschaft, insbesondere bei Unterschreitung der hier genannten Forderungen!<\/li>\n<li>8.2 Verbindliche Mitspracherechte der Belegschaften bei Einstellungen und K\u00fcndigungen!<\/li>\n<li>8.3 Verbindliche Mitspracherechte der Belegschaften hinsichtlich der betrieblichen Ausgestaltung, insbesondere in Hinblick auf die \u00f6kologische und internationalistische Ausrichtung der Betriebe<\/li>\n<\/ul>\n<h2 dir=\"auto\"><a class=\"anchor\" href=\"https:\/\/forum.fau.org\/t\/in-arbeit-betriebspolitisches-programm-der-igg\/5333\/2#p-23102-h-9-anerkennung-von-gewerkschaften-2\" name=\"p-23102-h-9-anerkennung-von-gewerkschaften-2\"><\/a>9. Anerkennung von Gewerkschaften<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Die Anerkennung von Gewerkschaften als legitime Unterst\u00fctzer:innen der Arbeiter:innen setzen wir von allen Unternehmen und Verb\u00e4nden voraus.<\/p>\n<p dir=\"auto\"><strong>Wir wollen durchsetzen:<\/strong><\/p>\n<ul dir=\"auto\">\n<li>9.1 \u00c4chtung von allen Betrieben und Verb\u00e4nden, die Gewerkschaftsarbeit behindern.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 dir=\"auto\"><a class=\"anchor\" href=\"https:\/\/forum.fau.org\/t\/in-arbeit-betriebspolitisches-programm-der-igg\/5333\/2#p-23102-zusatz-ein-paar-worte-zur-finanzierbarkeit-3\" name=\"p-23102-zusatz-ein-paar-worte-zur-finanzierbarkeit-3\"><\/a>Zusatz: Ein paar Worte zur Finanzierbarkeit<\/h2>\n<p dir=\"auto\">Wo Gewerkschaften weitreichende Forderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen stellen, k\u00f6nnen sie sich der Rufe ob der Unm\u00f6glichkeit ihrer Forderungen von Seiten der Chef:innen sicher sein. Wir lehnen es ab, als Gewerkschaftsbewegung ein Co-Management zu betreiben und Konzepte daf\u00fcr zu entwerfen, wie die Gegenseite ihre Betriebe ohne v\u00f6llig prek\u00e4re Arbeitsverh\u00e4ltnisse am Laufen halten kann &#8211; das ist schlicht nicht unsere Aufgabe. In unserem Branchenbereich stehen uns so unterschiedliche Institutionen wie solidarische Landwirtschaften, kleine b\u00e4uerliche Betriebe, gro\u00dfe Agrarunternehmen, f\u00f6dermittel-finanzierte NGOs und gro\u00dfe Staatsforste gegen\u00fcber. Wir sind uns nat\u00fcrlich bewusst, dass die Umsetzung der hier gesetzten Ziele nicht f\u00fcr alle diese Betriebe auf die gleiche Weise einfach ist. Fakt ist aber auch, dass die Betriebe, die es hier am schwersten haben, sich in der Vergangenheit nicht sonderlich um die Abstellung der gr\u00f6\u00dften Missst\u00e4nde bem\u00fcht haben. Auseinandersetzungen um prek\u00e4re Arbeitsbedingungen f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten suchen wir bei B\u00e4uer:innenprotesten oder in Auseinandersetzungen innerhalb des Deutschen Bauernverbandes (DBV) meist vergebens. Es braucht also den Druck von unten, damit sich die Chef:innen \u00fcberhaupt in die Spur begeben, L\u00f6sungen zu finden. Eine Sonderrolle spielen Direktvermarkter:innen und Kollektivbetriebe im Bereich der Landwirtschaft. F\u00fcr erstere, sehen wir als Gewerkschaft auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung \u00fcber die Rolle von Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t und solidarischer Konsument:innenorganisation zu informieren und Bewusstsein zu schaffen. F\u00fcr letztere wollen wir als IGG eigene Beratungsstrukturen aufbauen, um zu verhindern, dass Kollektivbetriebe nicht mehr sind, als demokratisierte Prekarit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein betriebspolitisches Gewerkschaftsprogramm, Stand Juli 2025 Hier findet ihr die PDF-Version. Vorwort zum betriebspolitischen Programm der Initiative Gr\u00fcne Gewerke Bei diesem Programm handelt es sich um die gemeinsamen betrieblichen Ziele der bisherigen Mitglieder der IGG-FAU. Diese wurden ausgiebig diskutiert, sind Ergebnis unser betrieblichen Erfahrungen auf Betrieben unterschiedlicher Branchen und Regionen, sowohl in Chef:innen- als auch &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/?page_id=426\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUnsere aktuellen Ziele im Betrieb\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":184,"parent":9,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-426","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=426"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":511,"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions\/511"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}