{"id":654,"date":"2026-03-05T09:56:18","date_gmt":"2026-03-05T09:56:18","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/?p=654"},"modified":"2026-03-05T09:57:32","modified_gmt":"2026-03-05T09:57:32","slug":"654","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/?p=654","title":{"rendered":"1. Zwischenbericht Huelva-Delegation"},"content":{"rendered":"<p><em>Mitglieder des <a href=\"https:\/\/elannetzwerk.wordpress.com\/\">ELAN-Netzwerkes<\/a> und der IGG-FAU besuchen die Landarbeiter:innen-Organisation <a href=\"https:\/\/jornalerasenlucha.org\/\">Jornaleras de Huelva en Lucha<\/a> (siehe <a href=\"https:\/\/gruene-gewerke.fau.org\/?p=634\">hier<\/a>). Hier teilt die Delegation Eindr\u00fccke und Gedanken.<\/em><\/p>\n<h3>Erste Eindr\u00fccke unserer Zeit bei den Jornaleras.<\/h3>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die erste Woche, die wir mit den Jornaleras de Huelva en Lucha verbracht haben, war vielseitig und spannend. Wir haben einen guten \u00dcberblick \u00fcber die Region bekommen: neben dem industrialisierten Beerenanbau ist Huelva ein Standort f\u00fcr weitere Industrien wie z.B. \u00d6lraffinerie, D\u00fcngemittelproduktion, und Kupferabbau. Dies macht Huelva in vielerlei Hinsicht zur \u201czona de sacrificio\u201d, zu einer Gegend, aus der auf unterschiedlichste Weisen Ressourcen schonungslos extrahiert werden. Mit dem Ausflug in den Nationalpark Do\u00f1ana, Spaniens wichtigstem Feuchtgebiet, wollten uns die Genossinnen verdeutlichen, welche Artenvielfalt durch den intensiven Beerenanbau bedroht ist. Do\u00f1ana ist ein wichtiger Rastplatz f\u00fcr Zugv\u00f6gel und das Zuhause von vielen gef\u00e4hrdeten Arten, wie z.B. dem Pardelluchs.\u00a0 Dieser bedeutungsvolle Lebensraum war 2022 komplett ausgetrocknet, da, zus\u00e4tzlich zur klimawandelbedingten Trockenheit, zu viel Grundwasser durch Landwirtschaft und Tourismus entnommen wurde. Durch die extremen Regenf\u00e4lle der letzten Wochen ist der Wasserstand zwar so hoch wie lange nicht mehr. Jedoch ist der Grundwasserspiegel weiterhin bedroht, nicht zuletzt durch illegale Brunnen, durch welche der steigende Wasserbedarf des Beerenanbaus gedeckt wird. Auch die Gegenden mit unz\u00e4hligen Gew\u00e4chsh\u00e4usern gucken wir uns genauer an: Hier werden kilometerweit Erdbeeren , Heidelbeeren und Himbeeren unter Plastik und hinter Stacheldraht angebaut, oft mit Baracken und Containern als Unterk\u00fcnfte f\u00fcr die Saisonarbeiter*innen direkt daneben. Wir treffen einige Arbeiter*innen und verteilen Infos auf Spanisch, Arabisch und Franz\u00f6sisch.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unserer Fahrt durch die Anbaugegenden erl\u00e4utert Ana von den Jornaleras uns die Geschichten von Arbeitsk\u00e4mpfen bei verschiedenen Betrieben und teilt Anekdoten aus den 14 Jahren Gew\u00e4chshausarbeit, die sie hinter sich hat. Es wird deutlich wie konzentriert hier in der Region um Huelva verschiedene &#8211; aber in jedem Fall extreme &#8211; Formen von Ausbeutung aufeinander treffen: Ausbeutung der Umwelt sowie der Menschen, welche ineinander greifen und sich gegenseitig verst\u00e4rken. Deshalb muss auch unser Widerstand ineinander greifen. Egal woher wir kommen und wo wir gerade leben, wir m\u00fcssen zusammen stehengegen das kapitalistische System, das unsere K\u00f6rper und Lebensgrundlagen ausbeutet bis sie zerst\u00f6rt sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitglieder des ELAN-Netzwerkes und der IGG-FAU besuchen die Landarbeiter:innen-Organisation Jornaleras de Huelva en Lucha (siehe hier). Hier teilt die Delegation Eindr\u00fccke und Gedanken. 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