In Trauer: Auch in der Hochsaison – passt aufeinander auf!

Als IGG trauern wir um eine liebe Kollegin und Aktivistin, die vor drei Wochen auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Sachsen bei einem Arbeitsunfall ums Leben kam. Überarbeitung, Stress und Hektik sind für die Landarbeiter:innen unter uns in dieser Phase des Jahres leider Alltag. Die Gründe für diesen Druck sind komplex, doch fest steht, dass mit ihm die Gefahr schwerer und tödlicher Arbeitsunfälle steigt. Leider ist der Tod unserer Kollegin auch nicht der erste Trauerfall, den wir in unserer jungen Gewerkschaftsinitiative miteinander auffangen müssen – und wie zu befürchten steht, auch nicht der letzte. „In Trauer: Auch in der Hochsaison – passt aufeinander auf!“ weiterlesen

Arbeitsrechtsflyer in mehreren Sprachen

Mobile Kolleg:innen sind, gerade in der Landwirtschaft, immer noch von schwersten Arbeitsrechtsverstößen, Lohndumping und zum Teil mafiöser Gewalt betroffen. Ihre brutale Ausbeutung macht die heutige Agrar-Industrie vielfach erst möglich aber auch die oft handarbeitsintensiven Bio-Unternehmen mischen kräftig mit. Passend zum aktuellen Saisonarbeits-Bericht bieten wir hier nun Flyer mit einigen der wichtigsten Arbeitsrechte in verschiedenen Sprachen an.

IGG unterstützt AbL-Aktion gegen Landgrabbing

Am 6. April vergab der Bäuer:innenverband Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland zum wiederholten male den Schmähpreis „Landgrabber des Jahres“. Unter Landgrabbing werden verschiedene Formen von Bodenkonzentration auf mächtige, wirtschaftliche Akteure oder die Zerstörung von Natur- und Agrarflächen bezeichnet.

In diesem Jahr ging der Preis an den Bio-Konzern Dennree, welcher auch die Biomarkt-Kette „Denns“ betreibt. Die IGG-Sektion in Dresden unterstützte die Aktion, da starke Bodenkonzentration durch Konzerne meistens größere Ausbeutung von Arbeiter:innen und Land mit sich bringt, größere Konzerne bei der Durchsetzung guter Arbeits- und Umweltbedingungen in der Tendenz die härteren Gegner:innen sind und die Kapitalkonzentration auf dem Bodenmarkt die Schaffung kollektiver Landwirtschaftsformen maßgeblich erschwert. „IGG unterstützt AbL-Aktion gegen Landgrabbing“ weiterlesen

Nächste Schritte von der Initiative zur Branchengewerkschaft

Seit den ersten Schritten hat sich die Mitgliederzahl der IGG mehr als verdoppelt. Mit unserer ersten Präsenz in Fachverbänden, Protesten und Tagungen konnten wir zum Glück viele erfahrene Kolleg:innen und damit Kompetenz und unterschiedliche Perspektiven gewinnen. Gleichzeitig zeigten uns die komplexen Debatten rund um die Bäuer:innenproteste auch, wie wichtig es ist, eine gemeinsame Analyse und Strategie für die IGG zu entwickeln um wirksam in Arbeitskämpfen und gesellschaftlichen Bewegungen aktiv sein zu können. Diese Arbeit haben wir uns deshalb für 2024 vorgenommen.

Parallel arbeiten wir am Aufbau von Regional- und Unterbranchen-Gruppen, unserer Mehrsprachigkeit und unserer Präsenz in anderen Netzwerken. Wir laden alle interessierten Kolleg:innen ein, sich mit uns auf den Weg zu machen und die IGG aktiv mit zu gestalten.

Solidarität mit Bäuer:innenprotesten und GdL-Streik!

Als Initiative Grüne Gewerke innerhalb der Basisgewerkschaftsföderation FAU¹ erklären wir, Arbeiter:innen aus Landwirtschaft, Gartenbau, Forst und Umweltberufen, unsere entschiedene Solidarität mit den Protesten gegen die Beschlüsse zur Streichung von Agrardieselrückvergütung und Kfz-Steuerbefreiung. Es ist ein Unding – wenn auch leider nicht verwunderlich – dass die Regierung den Rotstift bei dieser lebenswichtigen und seit Jahrzehnten von Existenzängsten, Überarbeitung und Prekarisierung geprägten Branche ansetzt, während beispielsweise schädliche Sektoren wie die Aufrüstung unangetastet bleiben – ebenso wie die Vermögen der Reichen.

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Wir rufen zur „Wir haben es satt!“-Demo auf

20.1. | 12 Uhr | Willy Brandt Haus | Berlin

Als Arbeiter:innen aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Umweltberufen stellen wir uns hinter den Ruf nach einer ökologischen und sozialen Agrarwende, nach globaler Ernährungssouveränität, einer radikalen Verbesserung der Arbeitsverhältnisse, nach Klima- und Artenschutz und einem Ende der Spekulation mit und Vernichtung von Agrarflächen. Wir rufen daher wie viele andere gesellschaftliche Akteur:innen dazu auf, sich am 20.1. der „Wir haben es satt!“-Demonstration anzuschließen und würden uns freuen, euch dort zu sehen.